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Backstube Sachsen
Die sächsische Backkunst ist durch den Dresdner Christstollen weltberühmt geworden. Aber er ist im Land der Sachsen nur eine von ganz vielen Leckereien.
Wichtig für die Bäckereien waren kirchliche Fest- und Feiertage. So genoss man Fladen zum Oster- und Pfingstfest, Brezeln als Fastenspeise. Und vermutlich ist auch die Tradition, zur Weihnachtszeit Christstollen zu backen, uralt.
Historiker verfolgten den Weg des berühmten Christstollen, der in Sachsens Landeshauptstadt auch „Christbrod“, „Striezel“, „Strozel“ oder „Struzel“ genannt wurde, bis in das Jahr 1329 zurück.

Mitte des 19. Jhd. bewirkten mehrere Faktoren eine Revolution im Bäckereigewerbe.
Einerseits fiel der extrem hohe Zuckerpreis durch die industrielle Herstellung von Rübenzucker aus der Runkelrübe. Anderseits kamen im Zuge der Industrialisierung massenhaft Dörfler als Arbeiter in die Städte. Mit der Hebung ihrer Kaufkraft wollten sie auch an den Genüssen des Lebens teilhaben und belebten das Geschäft der Bäcker.

Speziell in Sachsen wirkte sich noch ein Steuerschlupfloch begünstigend aus. Stadtbäcker musste zwar auf Brot und Brötchen eine Abgabe entrichten, aber der Verkauf von Kuchen und dergleichen Waren waren steuerfrei. Kuchen betrachtete man als Luxusartikel.



Im Laufe der Zeit kitzelten nun Sachsens Bäcker mit Raffinesse und Erfindungsreichtum immer weiter neue Schöpfungen die Gaumen ihrer Kundschaft. Dabei entstand zum Beispiel die Dresdner Eierschecke