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Das Wappen der deutschen Bäcker
„Die Löwen und das goldene Schwert, Die sind der Bäcker Ehrenzeichen“, heißt in einem alten Bäckerlied.
Man findet dieses Symbol am Laden der Innungsmitglieder und auf „Meisterrollen“ vergangener Jahrhunderte.
Es zierte die hohen Lehnstühle der Obermeister, grüßte von den Wänden der Zunftstuben, an Innungs-Humpen uvm.

Wer aber kennt schon die Bedeutung, Herkunft und Entstehung des Wappens der deutschen Bäcker?
Einst betrachtete der Adel die Führung von Wappen als sein besonderes Vorrecht. Der Adel vermochte es aber nicht zu verhindern, dass im Laufe der Zeit selbst einfache bürgerliche Geschlechter sich Wappen zulegten. Am Ausgang des Mittelalters ging diese Sitte auch auf das Gewerbe und Berufsstände über.
Das älteste nachweisbare Bäckerwappen datiert 1111 aus Speyer. Es zeigte die beiden Löwen, besitzt aber weder Schwerter noch Krone. Wie man damals auf die Löwen kam, ist nicht mehr ermittelbar.

1323 soll Kaiser Ludwig der Bayer (1314-1347) den Münchnern Bäckern für ihren Löwenmut in der Schlacht von Mühlendorf (28.September1322) in Fahne und Wappen den deutschen Reichsadler verliehen und ihnen das Recht bestätigt haben, ins Wappen zwei gekreuzte Schwerter aufzunehmen.

Kaiser Leopold I. (1657-1705) fügte die beiden Löwen sowie die Krone dem Zeichen hinzu.
Dies war der Lohn für die Bäckerknechte, die als so genannte „Löwenschützen“ das kaiserliche Heer verstärkten.